14 Thesen:
Wie soll sich Königswinter in Zukunft entwickeln
(z.B. Bebauung, Bevölkerung, Soziales, Infrastruktur, Wirtschaft)
Die dynamische Entwicklung Königswinters in den zurückliegenden Jahren hat in Teilbereichen zur Problemen geführt.
So konnte der Ausbau der sozialen Infrastruktur nur mit Mühe mit der Bevölkerungsentwicklung in einigen Stadtteilen
Schritt halten (insb. Kindergärten). Perspektivisch sind vor allem beim Schulangebot und bei der jugendbezogenen
Infrastruktur Engpässe zu erwarten. Deshalb ist es notwendig, über die Perspektiven der Stadtentwicklung Königswinters
nachzudenken.
Um eine Grundlage hierfür zu schaffen, ist in der ersten Arbeitsphase (im Jahr 2003) unter Einbeziehung von Rat, Verwaltung und
sachkundigen Bürgern, eine Bestandaufnahme durchgeführt worden. Die letzte Arbeitsphase der AG )im Jahr 2004) war bestimmt durch
die Entwicklung von 14 Thesen zur Stadtentwicklung Königswinters. Diese interne Phase ist nach
intensiven und sehr produktiven Diskussionen in der AG jetzt weitgehend abgeschlossen. Als nächster Schritt ist ein öffentliches
Treffen mit Stadtrat und Bürgermeister geplant. *)
Wir möchten Ihnen jetzt hier diese 14 Thesen vorstellen und gerne mit interessierten Bürgern in eine Diskussion hierzu eintreten. Sie können dazu an unseren Treffen teilnehmen oder auch im Online-Forum mit uns diskutieren. Wir würden uns freuen Ihre Meinung dazu zu erfahren.
*) Stand 2011: Das Ergebnis der Abschlußphase ist immer noch offen. Die Gruppe hat sich in dieser Zusammenstzung (siehe unten) in 2005/2006 aufgelöst. Bitte verfolgen Sie im Downloadbereich, was sich seitdem in Königswinter weiter entwickelt hat.
Königswinters gute Lebens- und Wohnbedingungen sollen bewahrt und weiterentwickelt werden.
Königswinter verfügt über einen Landschaftsbezug mit allgemein als hoch eingeschätztem Freizeitwert. Wertvolle Freiflächen bilden die Grundlage für die attraktive landschaftliche Einbindung der Stadt. Dies wirkt sich sowohl in der subjektiven Wahrnehmung seitens der Besucher Königswinters aus - und ist damit die bedeutende Grundlage für den Wirtschaftszweig Tourismus – als auch in der Bewertung von Wohneigentum am Immobilienmarkt. Landschafts- und Naturschutz erhalten in der Stadt Königswinter für Ökologie, Wohn- und Lebensqualität einen besonderen Stellenwert und sollen ausgebaut werden.
Ziele: Landschaftsschutz vor Bauflächenwachstum. Beschränkung bei der Ausweisung neuer Bauflächen. Erhaltung des Landschaftsbildes.
Ausfüllen von Baulücken statt Ausweisung neuer Wohngebiete zur Schonung von Freiflächen.
Das Ausfüllen von Baulücken reduziert den Flächenverbrauch durch Bautätigkeit, dient dem Landschaftsschutz und stärkt gleichzeitig städtebauliche und ökonomische Strukturen der einzelnen Ortsteile. Infrastruktur lässt sich kostengünstig in den Orten konzentrieren. Durch das Füllen der Baulücken wird eine heterogene Bevölkerungsstruktur gefördert. Durch Registrierung von ungenutzten Flächenpotentialen im Baubestand kann das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Immobilienmarkt optimiert werden. Investitionen können auf diese Weise im Bereich von Modernisierungen, Umnutzungen und Erweiterungen auch im Gebäudebestand gefördert werden.
Ziele: Förderung der Wohnbautätigkeit in Baulücken. Erstellung eines Baulückenkatasters.
Die technische Infrastruktur Königswinters ist weiterzuentwickeln.
Eine wichtige Voraussetzung für gute Wohn- und Lebensverhältnisse sowie attraktive Standortbedingungen für die Wirtschaft ist die technische Infrastruktur. Ein dem Stand der Technik entsprechendes Ver- und Entsorgungssystem trägt zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei. Die Stadt muss dem Bedarf nach einer gut ausgebauten technischen Infrastruktur Rechnung tragen. Dies gilt aktuell insbesondere für den wachsenden Anspruch nach einem Ausbau von Telekommunikationseinrichtungen. Die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen sind hier genau zu prüfen und müssen die Grundlage für den Planungsprozess bilden.
Ziele: Ausbau der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Erstellung eines stadtweiten Mobilfunkkonzeptes und Aufbau eines leistungsfähigen Internetanschlusses. Bei der Einrichtung von Mobilfunkanlagen sind die gesundheitlichen Auswirkungen für die Anlieger genau zu prüfen.
Aufbau tragfähiger Strukturen für Handel, Dienstleistungen und Gewerbe in den bestehenden
Siedlungsschwerpunkten, zur besseren Kaufkraftbindung und Sicherung der Grundversorgung.
Ein wesentliches Ziel der städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung Königswinters ist die Stärkung der bestehenden Siedlungsschwerpunkte, um weitere Zersiedelung zu vermeiden und Infrastruktureinrichtungen zu bündeln. Dies beinhaltet den Aufbau tragfähiger Strukturen für Handel, Dienstleistungen und Gewerbe. Maßnahmen hierzu sind u.a. die planungsrechtliche Berücksichtigung dieses Ziel in der Bauleitplanung oder die Bündelung von Marketingaktivitäten wie es z.B. in der Bergregion zum Teil geschieht (gemeinsamer Internetauftritt einiger Bergorte). Da die Ausweisung von Flächen für den großflächigen Einzelhandel in nicht integrierten Lagen außerhalb von Siedlungsflächen in der Regel der Stärkung von Ortskernen entgegen steht, Kaufkraft aus den Ortsteilen abzieht und eine höhere Mobilität verursacht, werden in den in der Stadt noch zur Verfügung stehenden Baugebieten keine Flächen für großflächigen Einzelhandel bereit gestellt, der in Konkurrenz zu Angeboten der bestehenden Siedlungsschwerpunkten steht.
Ziele: Keine Ausweisung von reinen Wohngebieten. Ausweisung von Mischgebieten und allgemeinen Wohngebieten als Erweiterungsflächen für Einzelhandel und Dienstleistungen in den Siedlungsschwerpunkten. Tragfähige Strukturen sollen geschützt und gefördert werden.
Erstellung eines stadtweiten Gesamtverkehrskonzepts mit dem Ziel einer besseren Lenkung des
Individualverkehrs.
In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen und Grundlagen für das Verkehrsgeschehen in Königswinter tiefgreifend verändert. Der Strukturwandel in der Region Köln/Bonn, die starke Bautätigkeit in einigen Königswinterer Ortsteilen und die damit einhergehenden bevölkerungsstrukturellen Veränderungen haben erheblichen Einfluss auf Verkehrsaufkommen und -nachfrage. Die konzeptionellen Grundlagen der Verkehrsplanung in der Stadt Königswinter sind an diese veränderte Ausgangssituation anzupassen. Insbesondere die Lenkung des Individualverkehrs ist dabei zu berücksichtigen.
Ziele: Erstellung eines stadtweiten Gesamtverkehrskonzeptes unter Berücksichtigung verschiedener Planungsvarianten, d.h. unter Berücksichtigung der Südtangente bzw. ohne Umsetzung der Südtangente. Verbesserung der Anbindung Königswinters an das übergeordnete Verkehrsnetz.
Ausbau eines qualitativ attraktiven ÖPNV-Angebots
Nicht zu letzt die starke Bevölkerungsentwicklung der Ortsteile im Bergbereich hat das Verkehrsaufkommen anwachsen lassen. In Spitzenzeiten und an neuralgischen Punkten sind dadurch erhebliche Belastungen für die Anwohner entstanden. Zu einer Entlastung könnte ein verbessertes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs beitragen, in dem die Taktfrequenz verdichtet und die Erschließung in der Fläche verbessert wird. Außerhalb der Siedlungsschwerpunkte und in den Randzeiten könnte durch die Einführung von Anrufsammeltaxis und die Anlage von Radstationen eine Angebotsverbesserung erreicht werden. Insgesamt ist die Integration in den Regionalverkehr zu verbessern.
Ziele: Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen. Taktverdichtung im Rundverkehr. Verbesserung des Park-and-ride-Systems Verbesserung der Anbindung an die „Rheinschiene“ (Regionalbahn, Linie 66). Verbesserung der Einbindung von Stieldorf/Vinxel in den Busverkehr (Anbindung an Ramersdorf). Verbesserung der Integration in den Regionalverkehr. Einführung eines AST-Verkehrs.
Entwicklung der touristischen Potentiale
Bei der Neuansiedlung von Unternehmen im Talbereich wie auch im Bergbereich soll auf die Weiterentwicklung der touristischen Potentiale geachtet werden. Die geologischen, landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten auch außerhalb des Naturparks soll den Gästen unserer Stadt und der Wohnbevölkerung nahe gebracht und bewusst gemacht werden. Eine Zusammenarbeit der Siebengebiergsstädte soll angestrebt werden. Ausgeschilderte Wander- und Radwege sollen den Interessierten den Weg weisen.
Ziele: Verbesserung des Informationsangebotes über die touristischen Möglichkeiten der Stadt Königswinter. Entwicklung einer touristischen Landkarte für Königswinter.
Umstrukturierung bestehender Altgewerbeflächen zu Gunsten innovativer mittelständischer Unternehmen.
Um eine weitere Flächenversiegelung zu vermeiden, ist auf die Ausweisung neuer, über den Gebietsentwicklungsplan hinausgehender Gewerbeflächen zu verzichten. Es gilt, zwischen den landschaftlichen Reizen und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ein ausgewogenes Verhältnis festzulegen. Altindustrieflächen sollen zur Verlagerung von Gewerbebetrieben aus Wohngebieten genutzt werden. Die Ansiedlung von Unternehmen in Königswinter ist vorrangig auf freiwerdende Altindustrieflächen zu begrenzen. Es sollten Betriebe angesprochen werden, die sich an den Schwerpunkten der Branchen in der Region (vor allem Bonn) orientieren, um Agglomerationsvorteile ausnutzen zu können. Im Talbereich ist die Ansiedlung neuer Betriebe in Einklang mit der Entwicklung des wirtschaftlich-touristischen Gefüges der Teilorte Altstadt und Nieder- / Oberdollendorf zu bringen.
Ziele: Bei der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe hat die Nutzung von Altgewerbeflächen Vorrang vor der Schaffung neuer Gewerbeflächen.
Aufbau eines mittelständischen Gesprächsforums mit dem Ziel der Attraktivitätssteigerung des
Wirtschaftsstandortes Königswinters.
Der Wirtschaftsstandort Königswinter ist von einer mittelständischen Unternehmensstruktur geprägt. Trotz insgesamt guter Voraussetzungen für kleine und mittlere Unternehmen bedarf es einer konsequenten Weiterentwicklung der Standortbedingungen in Königswinter, um Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort zu erhalten sowie Steuereinnahmequellen für die Stadt zu sichern. Wichtige Voraussetzung hierzu ist ein verstetigter Dialog zwischen Wirtschaft und Stadt Königswinter, der über tagesaktuelle Fragen hinausgeht.
Ziele: Einrichtung eines dialogorientierten „Wirtschaftsforums“ zum Standort Königswinters unter Beteiligung von Mittelstand, Rat, Verwaltung, Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) und Werbekreis. Entwicklung eines eigenständigen urbanen und wirtschaftlichen Profils der Stadt Königswinter in der Region.

Bewusste Nutzung, Weiterentwicklung und professionelle Vermarktung der Standortvorteile
Königswinters für Wirtschaft und Bevölkerung.
Königswinter ist Teil einer sich auch in Zukunft dynamisch entwickelnden Wirtschaftsregion. Aus der Nähe zu Bonn und Köln und der engen Einbindung in die national und international bedeutsame Verkehrsinfrastruktur resultieren für Königswinter gute Standortbedingungen, von denen ortsansässige Unternehmen profitieren. Um auch zukünftig eine dynamische Wirtschaftsentwicklung zu erhalten gilt es, die Standortvorteile Königswinters gezielt zu vermitteln und zu entwickeln, um ansiedlungswillige Unternehmen an Königswinter zu binden und Unternehmensneugründungen am Ort zu initiieren.
Ziele: Entwicklung eines strategischen Konzepts zur Unternehmensansiedlung und Entwicklung eines Angebots für „junge“ Unternehmen. Der Wohnwert der Stadt Königswinter ist herauszustellen.

Planung und Sicherstellung der Basisversorgung auf dem Gebiet der Gesundheit, der kinder-, jugend-
und altenbezogenen Infrastruktur sowie von Freizeit und Sport in den Ortsteilen, frühzeitige Bedarfsplanung,
multifunktionale Nutzung.
In den Siedlungsschwerpunkten der Stadt muss eine Basisversorgung (Kindergärten, Grundschulen, Jugendhäuser, Gesundheit, Freizeit- und Sporteinrichtungen, altenbezogene Einrichtungen) bereitgestellt werden. Auf Grundlage vorhandener Informationsquellen ist eine frühzeitige, systematische Bedarfsplanung und Auswertung aller relevanten Daten für die einzelnen Ortsteile erforderlich. Bei den Freizeit- und Sporteinrichtungen steht nicht die Wettkampfebene sondern die Freizeitgestaltung im Vordergrund, auch Trendsportarten. Durch multifunktionale Nutzung z.B. durch Vereine, Musikschule, VHS kann die Auslastung optimiert werden.
Ziele: Systematische Ermittlung und Auswertung der notwendigen Planungsgrundlagen zur rechtzeitigen Sicherstellung infrastruktureller Einrichtungen. Kostenminderung und Nachhaltigkeit durch multifunktionale Konzeption und Nutzung mit Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements.

Verstetigung der Bevölkerungsentwicklung durch gezielte Ortsentwicklung mit dem Ziel, eine
altersstrukurell ausgeglichene Bevölkerungsstruktur zu erreichen, um Nachfragespitzen zu vermeiden, eine gleichmäßige Auslastung
der Infrastruktur herbeizuführen und die Identität der Ortsteile zu wahren.
Die massive Neubautätigkeit in einigen Ortsteilen Königswinters hat einen starken Zuzug vor allem junger Familien ausgelöst. Damit einhergehend ist eine große Nachfrage an sozialer Infrastruktur entstanden (Kindergärten, Grundschulen). Schon jetzt sind Defizite bei weiterführenden Schulen und jugendbezogener Infrastruktur erkennbar. Nur durch eine gleichmäßigere Ausweisung von Neubaugebieten lassen sich Nachfragespitzen und hohe Aufwendungen für den Infrastrukturausbau vermeiden. Eine angemessene Ausweisung neuer Baugebiete kann zu einer ausgeglichenen Bevölkerungsentwicklung beitragen.
Ziele: Entwicklung eines Konzepts für die Umsetzung der vorhandenen Bebauungsplankapazitäten, mit dem Ziel, eine gleichmäßigere Bevölkerungsentwicklung zu erhalten. Erstellung einer Bevölkerungsprognose für die Ortsteile Königswinters, um frühzeitig altersspezifische Infrastrukturbedarfe erkennen zu können.

Königswinter muss das soziale und bürgerschaftliche Engagement als Beitrag zum Gemeinschafts-
und Nachbarschaftssinn in den Ortsteilen fördern und das Vereinsleben stärken.
Die einzelnen Ortsteile haben ein z.T. stark ausgeprägtes Vereinsleben. Dieses bürgerschaftliche Engagement muss die Stadt unterstützen, z.B. durch die Zurverfügungstellung von Räumen, auch durch Übertragung von Verantwortung, z.B. Schlüsselgewalt für Räume etc.. Insbesondere die Bürgervereine sollten sich die Integration der Neubürger in die Stadt zum Ziel setzen, z.B. durch Informations- bzw. Begrüßungsschreiben. Die Tätigkeit von Vereinen und Bürgern sollte sich um einen Ausgleich bemühen zwischen den durch die Stadt zu leistenden Aufgaben und den darüber hinaus für das Gemeinwesen erforderlichen oder wünschbaren Maßnahmen, z.B. Privatinitiativen Kindergärten. Im Rahmen der lokalen Agenda 21 könnte durch die Organisation von gelegentlichen Zusammenkünften die Kommunikation zwischen den einzelnen Vereinen und privaten Akteuren gefördert und die Effektivität bei der Bewältigung von Gemeinschaftsaufgaben gesteigert werden. Für Bürgerengagement sind neben Vereinen weitere verschiedene Beteiligungsebenen denkbar, z.B. Straßengemeinschaften, Gestaltungsinitativen oder Ortsteilinitiativen.
Ziele: Nutzung städtischer Einrichtungen im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement. Unterstützung von Bürger- und Vereinsengagement Schaffung eines Gesprächsforums seitens der Stadt Königswinter. Das Ziel, einer verstärkten Beteiligung und Vernetzung interessierter privater Akteure sollte mit städtischer Unterstützung verfolgt werden. Überarbeitung des Internetangebots der Stadt Königswinter (Informationen zu Veranstaltungen, Dialogorientierung, Foren).

Königswinter soll als Standort mit einer hohen Wohnqualität auch sozial weiter
entwickelt werden.
Verträglichkeit und freundschaftliches Zusammenleben zwischen den Generationen und Nationalitäten soll gefördert werden. Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, Senioren, Menschen mit körperlichen, seelischen oder psychosozialen Beeinträchtigungen und Menschen unterschiedlicher nationaler und sozialer Herkunft sollen respektiert, Trennendes überwunden werden. Ziel ist die Schaffung eines Lebensumfeldes, in dem ein sozial verträgliches Miteinander und eine möglichst hohe Lebensqualität für jeden einzelnen Bürger aller sozialen Gruppen möglich ist.
Ziele: adäquate Versorgung mit sozialen Einrichtungen, z.B. Tageseinrichtung für Senioren. Vernetzung des Angebotes sozialer Hilfen und Sensibilisierung für die Angebote der unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen im sozialen Bereich, z.B. Börse für Hilfsangebote. Erhaltung und ggf. Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, an denen sich Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft miteinander treffen können.
Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung setzte sich (bis 2006) zusammen aus:
Fritz aus dem Spring, Jochen Beuckers, Klaus Breuer, Jürgen Göddecke-Stellmann, Karl Heinz Görres, Maria Hermes, Franz Hermes, Hubert Kofferath, Christoph Klant, Hans Josef Klein, Rolf Kurtsiefer, Roman Limbach, Ingeborg Lindner, Birgit Loenartz, Anja Mühlenbeck, Andreas Pätz, Peter Reiter, Anne Rohde, Franz-Friedrich Rohmer, Bernhard Rothe, Friedrich Salzgeber, Heiko Schmitz, Jakob Sieger, Hermann Ulrich, Lutz Wagner.
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Um eine Grundlage hierfür zu schaffen, ist in der ersten Arbeitsphase (im Jahr 2003) unter Einbeziehung von Rat, Verwaltung und
sachkundigen Bürgern, eine Bestandaufnahme durchgeführt worden. Die letzte Arbeitsphase der AG )im Jahr 2004) war bestimmt durch
die Entwicklung von 14 Thesen zur Stadtentwicklung Königswinters. Diese interne Phase ist nach
intensiven und sehr produktiven Diskussionen in der AG jetzt weitgehend abgeschlossen. Als nächster Schritt ist ein öffentliches
Treffen mit Stadtrat und Bürgermeister geplant. *)
Wir möchten Ihnen jetzt hier diese 14 Thesen vorstellen und gerne mit interessierten Bürgern in eine Diskussion hierzu eintreten. Sie können dazu an unseren Treffen teilnehmen oder auch im Online-Forum mit uns diskutieren. Wir würden uns freuen Ihre Meinung dazu zu erfahren.
*) Stand 2011: Das Ergebnis der Abschlußphase ist immer noch offen. Die Gruppe hat sich in dieser Zusammenstzung (siehe unten) in 2005/2006 aufgelöst. Bitte verfolgen Sie im Downloadbereich, was sich seitdem in Königswinter weiter entwickelt hat.
Königswinter verfügt über einen Landschaftsbezug mit allgemein als hoch eingeschätztem Freizeitwert. Wertvolle Freiflächen bilden die Grundlage für die attraktive landschaftliche Einbindung der Stadt. Dies wirkt sich sowohl in der subjektiven Wahrnehmung seitens der Besucher Königswinters aus - und ist damit die bedeutende Grundlage für den Wirtschaftszweig Tourismus – als auch in der Bewertung von Wohneigentum am Immobilienmarkt. Landschafts- und Naturschutz erhalten in der Stadt Königswinter für Ökologie, Wohn- und Lebensqualität einen besonderen Stellenwert und sollen ausgebaut werden.
Ziele: Landschaftsschutz vor Bauflächenwachstum. Beschränkung bei der Ausweisung neuer Bauflächen. Erhaltung des Landschaftsbildes.
Das Ausfüllen von Baulücken reduziert den Flächenverbrauch durch Bautätigkeit, dient dem Landschaftsschutz und stärkt gleichzeitig städtebauliche und ökonomische Strukturen der einzelnen Ortsteile. Infrastruktur lässt sich kostengünstig in den Orten konzentrieren. Durch das Füllen der Baulücken wird eine heterogene Bevölkerungsstruktur gefördert. Durch Registrierung von ungenutzten Flächenpotentialen im Baubestand kann das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Immobilienmarkt optimiert werden. Investitionen können auf diese Weise im Bereich von Modernisierungen, Umnutzungen und Erweiterungen auch im Gebäudebestand gefördert werden.
Ziele: Förderung der Wohnbautätigkeit in Baulücken. Erstellung eines Baulückenkatasters.
Eine wichtige Voraussetzung für gute Wohn- und Lebensverhältnisse sowie attraktive Standortbedingungen für die Wirtschaft ist die technische Infrastruktur. Ein dem Stand der Technik entsprechendes Ver- und Entsorgungssystem trägt zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei. Die Stadt muss dem Bedarf nach einer gut ausgebauten technischen Infrastruktur Rechnung tragen. Dies gilt aktuell insbesondere für den wachsenden Anspruch nach einem Ausbau von Telekommunikationseinrichtungen. Die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen sind hier genau zu prüfen und müssen die Grundlage für den Planungsprozess bilden.
Ziele: Ausbau der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. Erstellung eines stadtweiten Mobilfunkkonzeptes und Aufbau eines leistungsfähigen Internetanschlusses. Bei der Einrichtung von Mobilfunkanlagen sind die gesundheitlichen Auswirkungen für die Anlieger genau zu prüfen.
Ein wesentliches Ziel der städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung Königswinters ist die Stärkung der bestehenden Siedlungsschwerpunkte, um weitere Zersiedelung zu vermeiden und Infrastruktureinrichtungen zu bündeln. Dies beinhaltet den Aufbau tragfähiger Strukturen für Handel, Dienstleistungen und Gewerbe. Maßnahmen hierzu sind u.a. die planungsrechtliche Berücksichtigung dieses Ziel in der Bauleitplanung oder die Bündelung von Marketingaktivitäten wie es z.B. in der Bergregion zum Teil geschieht (gemeinsamer Internetauftritt einiger Bergorte). Da die Ausweisung von Flächen für den großflächigen Einzelhandel in nicht integrierten Lagen außerhalb von Siedlungsflächen in der Regel der Stärkung von Ortskernen entgegen steht, Kaufkraft aus den Ortsteilen abzieht und eine höhere Mobilität verursacht, werden in den in der Stadt noch zur Verfügung stehenden Baugebieten keine Flächen für großflächigen Einzelhandel bereit gestellt, der in Konkurrenz zu Angeboten der bestehenden Siedlungsschwerpunkten steht.
Ziele: Keine Ausweisung von reinen Wohngebieten. Ausweisung von Mischgebieten und allgemeinen Wohngebieten als Erweiterungsflächen für Einzelhandel und Dienstleistungen in den Siedlungsschwerpunkten. Tragfähige Strukturen sollen geschützt und gefördert werden.
In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen und Grundlagen für das Verkehrsgeschehen in Königswinter tiefgreifend verändert. Der Strukturwandel in der Region Köln/Bonn, die starke Bautätigkeit in einigen Königswinterer Ortsteilen und die damit einhergehenden bevölkerungsstrukturellen Veränderungen haben erheblichen Einfluss auf Verkehrsaufkommen und -nachfrage. Die konzeptionellen Grundlagen der Verkehrsplanung in der Stadt Königswinter sind an diese veränderte Ausgangssituation anzupassen. Insbesondere die Lenkung des Individualverkehrs ist dabei zu berücksichtigen.
Ziele: Erstellung eines stadtweiten Gesamtverkehrskonzeptes unter Berücksichtigung verschiedener Planungsvarianten, d.h. unter Berücksichtigung der Südtangente bzw. ohne Umsetzung der Südtangente. Verbesserung der Anbindung Königswinters an das übergeordnete Verkehrsnetz.
Nicht zu letzt die starke Bevölkerungsentwicklung der Ortsteile im Bergbereich hat das Verkehrsaufkommen anwachsen lassen. In Spitzenzeiten und an neuralgischen Punkten sind dadurch erhebliche Belastungen für die Anwohner entstanden. Zu einer Entlastung könnte ein verbessertes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs beitragen, in dem die Taktfrequenz verdichtet und die Erschließung in der Fläche verbessert wird. Außerhalb der Siedlungsschwerpunkte und in den Randzeiten könnte durch die Einführung von Anrufsammeltaxis und die Anlage von Radstationen eine Angebotsverbesserung erreicht werden. Insgesamt ist die Integration in den Regionalverkehr zu verbessern.
Ziele: Erhöhung des Anteils des öffentlichen Verkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen. Taktverdichtung im Rundverkehr. Verbesserung des Park-and-ride-Systems Verbesserung der Anbindung an die „Rheinschiene“ (Regionalbahn, Linie 66). Verbesserung der Einbindung von Stieldorf/Vinxel in den Busverkehr (Anbindung an Ramersdorf). Verbesserung der Integration in den Regionalverkehr. Einführung eines AST-Verkehrs.
Bei der Neuansiedlung von Unternehmen im Talbereich wie auch im Bergbereich soll auf die Weiterentwicklung der touristischen Potentiale geachtet werden. Die geologischen, landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten auch außerhalb des Naturparks soll den Gästen unserer Stadt und der Wohnbevölkerung nahe gebracht und bewusst gemacht werden. Eine Zusammenarbeit der Siebengebiergsstädte soll angestrebt werden. Ausgeschilderte Wander- und Radwege sollen den Interessierten den Weg weisen.
Ziele: Verbesserung des Informationsangebotes über die touristischen Möglichkeiten der Stadt Königswinter. Entwicklung einer touristischen Landkarte für Königswinter.
Um eine weitere Flächenversiegelung zu vermeiden, ist auf die Ausweisung neuer, über den Gebietsentwicklungsplan hinausgehender Gewerbeflächen zu verzichten. Es gilt, zwischen den landschaftlichen Reizen und der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ein ausgewogenes Verhältnis festzulegen. Altindustrieflächen sollen zur Verlagerung von Gewerbebetrieben aus Wohngebieten genutzt werden. Die Ansiedlung von Unternehmen in Königswinter ist vorrangig auf freiwerdende Altindustrieflächen zu begrenzen. Es sollten Betriebe angesprochen werden, die sich an den Schwerpunkten der Branchen in der Region (vor allem Bonn) orientieren, um Agglomerationsvorteile ausnutzen zu können. Im Talbereich ist die Ansiedlung neuer Betriebe in Einklang mit der Entwicklung des wirtschaftlich-touristischen Gefüges der Teilorte Altstadt und Nieder- / Oberdollendorf zu bringen.
Ziele: Bei der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe hat die Nutzung von Altgewerbeflächen Vorrang vor der Schaffung neuer Gewerbeflächen.
Der Wirtschaftsstandort Königswinter ist von einer mittelständischen Unternehmensstruktur geprägt. Trotz insgesamt guter Voraussetzungen für kleine und mittlere Unternehmen bedarf es einer konsequenten Weiterentwicklung der Standortbedingungen in Königswinter, um Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort zu erhalten sowie Steuereinnahmequellen für die Stadt zu sichern. Wichtige Voraussetzung hierzu ist ein verstetigter Dialog zwischen Wirtschaft und Stadt Königswinter, der über tagesaktuelle Fragen hinausgeht.
Ziele: Einrichtung eines dialogorientierten „Wirtschaftsforums“ zum Standort Königswinters unter Beteiligung von Mittelstand, Rat, Verwaltung, Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) und Werbekreis. Entwicklung eines eigenständigen urbanen und wirtschaftlichen Profils der Stadt Königswinter in der Region.
Königswinter ist Teil einer sich auch in Zukunft dynamisch entwickelnden Wirtschaftsregion. Aus der Nähe zu Bonn und Köln und der engen Einbindung in die national und international bedeutsame Verkehrsinfrastruktur resultieren für Königswinter gute Standortbedingungen, von denen ortsansässige Unternehmen profitieren. Um auch zukünftig eine dynamische Wirtschaftsentwicklung zu erhalten gilt es, die Standortvorteile Königswinters gezielt zu vermitteln und zu entwickeln, um ansiedlungswillige Unternehmen an Königswinter zu binden und Unternehmensneugründungen am Ort zu initiieren.
Ziele: Entwicklung eines strategischen Konzepts zur Unternehmensansiedlung und Entwicklung eines Angebots für „junge“ Unternehmen. Der Wohnwert der Stadt Königswinter ist herauszustellen.
In den Siedlungsschwerpunkten der Stadt muss eine Basisversorgung (Kindergärten, Grundschulen, Jugendhäuser, Gesundheit, Freizeit- und Sporteinrichtungen, altenbezogene Einrichtungen) bereitgestellt werden. Auf Grundlage vorhandener Informationsquellen ist eine frühzeitige, systematische Bedarfsplanung und Auswertung aller relevanten Daten für die einzelnen Ortsteile erforderlich. Bei den Freizeit- und Sporteinrichtungen steht nicht die Wettkampfebene sondern die Freizeitgestaltung im Vordergrund, auch Trendsportarten. Durch multifunktionale Nutzung z.B. durch Vereine, Musikschule, VHS kann die Auslastung optimiert werden.
Ziele: Systematische Ermittlung und Auswertung der notwendigen Planungsgrundlagen zur rechtzeitigen Sicherstellung infrastruktureller Einrichtungen. Kostenminderung und Nachhaltigkeit durch multifunktionale Konzeption und Nutzung mit Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements.
Die massive Neubautätigkeit in einigen Ortsteilen Königswinters hat einen starken Zuzug vor allem junger Familien ausgelöst. Damit einhergehend ist eine große Nachfrage an sozialer Infrastruktur entstanden (Kindergärten, Grundschulen). Schon jetzt sind Defizite bei weiterführenden Schulen und jugendbezogener Infrastruktur erkennbar. Nur durch eine gleichmäßigere Ausweisung von Neubaugebieten lassen sich Nachfragespitzen und hohe Aufwendungen für den Infrastrukturausbau vermeiden. Eine angemessene Ausweisung neuer Baugebiete kann zu einer ausgeglichenen Bevölkerungsentwicklung beitragen.
Ziele: Entwicklung eines Konzepts für die Umsetzung der vorhandenen Bebauungsplankapazitäten, mit dem Ziel, eine gleichmäßigere Bevölkerungsentwicklung zu erhalten. Erstellung einer Bevölkerungsprognose für die Ortsteile Königswinters, um frühzeitig altersspezifische Infrastrukturbedarfe erkennen zu können.
Die einzelnen Ortsteile haben ein z.T. stark ausgeprägtes Vereinsleben. Dieses bürgerschaftliche Engagement muss die Stadt unterstützen, z.B. durch die Zurverfügungstellung von Räumen, auch durch Übertragung von Verantwortung, z.B. Schlüsselgewalt für Räume etc.. Insbesondere die Bürgervereine sollten sich die Integration der Neubürger in die Stadt zum Ziel setzen, z.B. durch Informations- bzw. Begrüßungsschreiben. Die Tätigkeit von Vereinen und Bürgern sollte sich um einen Ausgleich bemühen zwischen den durch die Stadt zu leistenden Aufgaben und den darüber hinaus für das Gemeinwesen erforderlichen oder wünschbaren Maßnahmen, z.B. Privatinitiativen Kindergärten. Im Rahmen der lokalen Agenda 21 könnte durch die Organisation von gelegentlichen Zusammenkünften die Kommunikation zwischen den einzelnen Vereinen und privaten Akteuren gefördert und die Effektivität bei der Bewältigung von Gemeinschaftsaufgaben gesteigert werden. Für Bürgerengagement sind neben Vereinen weitere verschiedene Beteiligungsebenen denkbar, z.B. Straßengemeinschaften, Gestaltungsinitativen oder Ortsteilinitiativen.
Ziele: Nutzung städtischer Einrichtungen im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement. Unterstützung von Bürger- und Vereinsengagement Schaffung eines Gesprächsforums seitens der Stadt Königswinter. Das Ziel, einer verstärkten Beteiligung und Vernetzung interessierter privater Akteure sollte mit städtischer Unterstützung verfolgt werden. Überarbeitung des Internetangebots der Stadt Königswinter (Informationen zu Veranstaltungen, Dialogorientierung, Foren).
Verträglichkeit und freundschaftliches Zusammenleben zwischen den Generationen und Nationalitäten soll gefördert werden. Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, Senioren, Menschen mit körperlichen, seelischen oder psychosozialen Beeinträchtigungen und Menschen unterschiedlicher nationaler und sozialer Herkunft sollen respektiert, Trennendes überwunden werden. Ziel ist die Schaffung eines Lebensumfeldes, in dem ein sozial verträgliches Miteinander und eine möglichst hohe Lebensqualität für jeden einzelnen Bürger aller sozialen Gruppen möglich ist.
Ziele: adäquate Versorgung mit sozialen Einrichtungen, z.B. Tageseinrichtung für Senioren. Vernetzung des Angebotes sozialer Hilfen und Sensibilisierung für die Angebote der unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen im sozialen Bereich, z.B. Börse für Hilfsangebote. Erhaltung und ggf. Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, an denen sich Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft miteinander treffen können.
Die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung setzte sich (bis 2006) zusammen aus:
Fritz aus dem Spring, Jochen Beuckers, Klaus Breuer, Jürgen Göddecke-Stellmann, Karl Heinz Görres, Maria Hermes, Franz Hermes, Hubert Kofferath, Christoph Klant, Hans Josef Klein, Rolf Kurtsiefer, Roman Limbach, Ingeborg Lindner, Birgit Loenartz, Anja Mühlenbeck, Andreas Pätz, Peter Reiter, Anne Rohde, Franz-Friedrich Rohmer, Bernhard Rothe, Friedrich Salzgeber, Heiko Schmitz, Jakob Sieger, Hermann Ulrich, Lutz Wagner.
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